Projekt "Lutherkirche 2027" - Gemeindeleben unter einem Dach
Update Juli 2026:
Projekt Lutherkirche 2027 – Meilenstein erreicht
Von der Planungs- in die Umsetzungsphase
Nach umfangreichen Vorarbeiten und Gesprächen mit den Entscheidungsträgern in Kirchenkreis und Landeskirche hat das Landeskirchenamt unserer Evangelischen Kirche von Westfalen im Dezember die Genehmigung zur Umsetzung erteilt.
Darüber freuen wir uns sehr, denn wir können endlich mit „Lutherkirche 2027“ beginnen. Das Projekt besteht aus zwei Teilen: der denkmalgerechten Sanierung des Innenraums und dem Einbau eines flexibel nutzbaren, abtrennbaren Raumes im hinteren Bereich der Kirche.
Alles steht unter der Überschrift „Wir setzen uns kleiner“. Wir geben Gebäude auf, um auf Dauer Bewirtschaftungskosten zu sparen, darunter das große Matthias-Claudius-Gemeindehaus. Künftig gibt es als „Evangelische Standorte“ im Bezirk Dahlhausen neben der Kita KinderSegen in der Gaußstraße ausschließlich die denkmalgeschützte Lutherkirche.
Nach Abschluss der Planungen schreibt unser beauftragtes Architekturbüro harder.architekten zur Zeit die Arbeiten aus: für die Gewerke Heizung, Gerüstbau, Elektrik, Putz- und Malerarbeiten, Stahlbau u.a.m.
Bis Weihnachten 2026 werden wir die Lutherkirche noch weiter nutzen können, bevor dann die Handwerker alles in Beschlag nehmen. Doch auch jetzt schon kommt auf die Projektgruppe und weitere Gemeindemitglieder, die Lust haben mit anzupacken, Einiges an „handfester“ Arbeit zu.
Unsere Pläne
Eine kurze Zusammenfassung dessen, was wir vorhaben.
Im hinteren Abschnitt der Kirche soll ein ansprechender Raum incl. Küchenbereich und Toiletten entstehen, mit transparenter, flexibler Öffnung aus einer Glas-Stahl-Konstruktion zum großen Kirchraum.
Für die Gestaltung des Eingangsbereiches werden Anregungen aus der Ideenwerkstatt aufgegriffen. Die offenstehenden historischen Holzportale und neu eingebaute Glastüren unterstreichen künftig den einladenden Charakter der Kirche.
Es ist schön zu erfahren, dass eine mutige Idee Gestalt gewinnen kann. Auch die Mitarbeiterinnen der Denkmalbehörden waren bei einem Ortstermin von den Planungen beeindruckt. Überzeugt hat sie der Gedanke, auf diese Weise die denkmalgeschützte Lutherkirche in ihrer Einzigartigkeit zu bewahren und gleichzeitig innerhalb ihrer alten Mauern Innovatives zu ermöglichen.
Nach dem baldigen Wegfall des stark sanierungsbedürftigen Matthias-Claudius-Hauses soll die Lutherkirche mit ihrem besonderen Charakter als einladender Treffpunkt im Gemeindebezirk und im Stadtteil Dahlhausen offen stehen.
Leitgedanken
Wir wollen keine Luftschlösser bauen, sondern realistisch überlegen, was wichtig und was nötig ist, um in einer zunehmend traditionslosen Welt, christlichen Glauben erfahrbar zu machen.
Wir stehen in der Tradition Martin Luthers. Kirche wäre nicht Kirche, wenn sie sich nicht ständig reformiert und Gottes Liebe und Barmherzigkeit gerade auch in neuen Formen erfahrbar macht.
Basics aus dem Konzept für die Lutherkirche in Kurzform
Neues in historischen Mauern an der Dr.-C.-Otto-Straße 110
Raum für Gemeindearbeit
Das Herzstück ist ein im hinteren Bereich der Lutherkirche eingerichteter Raum für ca. 50 bis 75 Personen. Zum großen, denkmalgerecht sanierten Kirchraum wird es eine flexible Abtrennung aus Glaselementen geben, die für Gottesdienste mit großer Zahl an Besuchern geöffnet werden kann. Dazu gehören Funktionsbereiche wie Küche und WC. Folgende Aspekte liegen uns dabei am Herzen:
1. Ankommen - „Machet die Tore weit“ (Psalm 24,7)
Besucherinnen und Besucher sollen schon beim Ankommen wahrnehmen, dass sie willkommen sind und einen interessanten und offenen Ort erleben können - auch durch transparente, helle und freundliche Gestaltung des Eingangsbereichs. Barrierefreiheit ist dabei ein Muss.
2. Begegnung - „Gastfrei zu sein, vergesst nicht“ (Hebr 13,1)
Um die Gruppen zu beherbergen, die sich im Bezirk treffen möchten, und um die praktizierte und weiterhin gewünschte Gastfreundlichkeit leben zu können, bedarf es eines Bereiches in der Kirche, in dem sich Menschen an Tischen versammeln können. Praktische Funktionsbereiche wie Küche und WCs dürfen dabei nicht fehlen.
3. Gottesdienst „Zu sehen die schönen Gottesdienste des Herrn“ (Ps 27,4)
Im Herzstück der Lutherkirche sollen weiterhin verschiedenste Gottesdienstformate möglich sein: große Festgottesdienste und besinnliche Andachten, Gottesdienste mit kreativen Elementen und unterschiedlicher Musik, mit Predigten, Abendmahl und Taufen. Darüber hinaus ist die Möglichkeit für kulturelle Veranstaltungen wünschenswert.
4. Praktische Einrichtung und klimaneutrale Bewirtschaftung
Für Bewirtschaftung und Organisation von Veranstaltungen sind Optimierungen gewünscht, z.B. bei der Lagerung von flexiblem Mobiliar und Veranstaltungsequipment. Damit der Raum für unterschiedliche „Settings“ nutzbar ist - z.B. für Gemeindegruppen, Workshops, offene Veranstaltungen im Café-Stil und anderes mehr – müssen Heizung, Lüftung und Elektrik erneuert und auf die neue Nutzung abgestimmt werden. Unser Ziel ist es, die Lutherkirche künftig klimaneutral (CO2-neutral) zu bewirtschaften.
Beteiligung von Gemeinde und Öffentlichkeit
Partizipation ist uns beim Projekt Lutherkirche ein wichtiges Anliegen. Bei unseren Überlegungen möchten wir Gemeindemitglieder und Öffentlichkeit, Institutionen und Initiativen im Stadtteil einbeziehen. Die Lutherkirche soll ein offener und einladender Ort sein, der Raum für das Zusammenleben in Gemeinde und Stadtteil bietet.
Wir betrachten den historischen und wertvollen Baukörper der Lutherkirche als Chance: wir möchten mit dem Projekt "Lutherkirche 2027" einen offenen Ort der Begegnung in unserem multikulturellen und zunehmen säkularen Umfeld entwickeln.
Impressionen zum Leben in der Lutherkirche
Was schon jetzt im Gemeindebezirk Dahlhausen los ist und was künftig mit einem veränderten, innovativen Raumkonzept in der umgestalteten Lutherkirche einen Ort haben soll - dazu gibt es unter diesem Link ein paar Impressionen.